Vereinsgeschichte - Freiwillige Feuerwehr Mechenhard

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Die Vereinsgeschichte der Feuerwehr
(Autor: Freudl Joachim, 03.2003)

Diese Darstellung stützt sich weitgehend auf einen Artikel, den Viktor Ackermann anlässlich  des 110-jährigen Bestehens unseres Vereins schrieb. Die Feuerwehr ist nachweislich der älteste  Verein unserer Gemeinde Mechenhard. Es fehlen zwar schriftliche Unterlagen die beweisen könnten,  dass es schon früher Feuerschutzmassnahmen gab, aber örtlicher Feuerschutz oder -hilfe wird  vorhanden gewesen sein. Am 7. Dezember 1878 gründeten 17 Männer die Freiwillige Feuerwehr in  Mechenhard unter wortgewandter Mithilfe von Bürgermeister Ewald Müller und dem Kommandanten der  Klingenberger Wehr Theo Ebert und „mehreren von Klingenberg", wie das Protokoll aussagt. Das  Datum vom 15. Dezember bezieht sich auf die Erstellung und den Eintrag des Protokolls und ist  nicht der Gründungstag. Die neuen Wehrmänner wählten den Weber Cletus Stuckert zum „1. Comandant",  wie er sich bis 1919 schrieb. „Ersatz-Comandant" wurde Gott­fried Breunig. Zum „Spritzen-Zugführer"  wird Erwin Becker ernannt. Das Feuerwehrhaus war das Erdgeschoss des alten Rathauses oberhalb der Kirche, das 1964 abgerissen wurde. Am 10. Mai 1879 wurde ein Stiftungsfest abgehalten. Auf Anraten  des Ortspfarrers Ignatius Frankenberger (1882 - 1905) erwählte die Wehr am 24. Januar 1897 die  heilige Agatha zur Schutzpatronin der Vereins. Während der unseligen Zeit der Nazidiktatur wurde  die Freiwillige Feuerwehr als örtlicher Verein aufgehoben, anstatt Versammlungen und Neuwahlen gab  es Bekanntmachungen und Appelle des damaligen Wehrführers Karl Bernard. Gegen Ende des Krieges gab  es mangels einsatzfähiger Männer sogar eine „Wehr-Frauengruppe". Einsätze gab es mehrere in der  Geschichte der Wehr. Im Jahre 1926 wütete in Mechenhard ein Grossbrand. Am 20. September 1968  wurde die Scheune von Eva Müller eingeäschert. Ein weiterer Scheunenbrand beim Anwesen Konrad  Müller rief am 31. März 1972 neun Wehren zum Einsatz. Am 16. Dezember 1987 gab es wegen eines  defekten Ofens einen Wohnhausbrand in der Schippacher Strasse. Trotz Einsatz mehrerer Wehren fiel  dabei des Haus von Maria Kirchgässner dem Brand zum Opfer.

Anschaffungen im Laufe der Geschichte:
1923 vermeldete die Wehr die Anschaffung einer mechanischen Leiter. In den dreissiger Jahren wurde die Motorspritze angeschafft. Diese wurde 1963 durch eine neue Spritze ersetzt. 1973 bekam die Wehr das erste Feuerwehrauto mit TS (Tragkraftspritze). 1977 folgte die Funkausrüstung und 1988 bekam die Wehr das LF-8, welches heute noch im Einsatz ist. 1981 wurden umluftunabhängige  Atemschutzgeräte angeschafft. 1999 wurden im Feuerwehrhaus der Schulungsraum und der Jugendgruppenraum fertiggestellt und konnten ihrer Bestimmung übergeben werden. Im Jahre 2007 wurde das Feuerwehrgerätehaus durch einen Anbau räumlich erweitert sowie ein MZF (Mehrzweckfahrzeug) angeschafft. 2008 folgte der Abschluss der Arbeiten am Gerätehaus durch das neu pflastern des Eingangbereiches und verputzen des Hauses. Ebenso blickt seit dem die Schutzpatronin Agatha schützend aus einem Wandgemälde am Haus herab. 2016 wurde der Beschluss gefasst, ein neues Einsatzfahrzeug zu beschaffen, welches das mittlerweile in die Jahre gekommene LF-8 ablösen soll. Ein MLF (mittleres Löschfahrzeug) wird es werden. 2017 wurde ein Zusatzalarmierungssystem im Betrieb genommen, welches im Einsatzfall neben der Alarmierung per App auch einsatzrelevante Daten auf zwei Monitoren in der Fahrzeughalle und dem Mannschaftsraum zur Verfügung stellt. 2018 löste das neue MLF das LF-8 ab.

Kommandanten
           
Cletus   Stuckert 1878 - 1894
           
Franz   Kirchgässner 1895 - 1899
           
Alois   Berninger 1900 - 1904
           
Karl   Bernard 1905
           
Raymund   Stuckert 1906 - 1916
           
Alois   Berninger 1917 - 1919
           
Edmund   Vill 1920 - 1926
           
Josef Vill 1927 - 1929
           
Karl   Bernard 1930 - 1957
           
Adalbert   Bernard 1958 - 1976
           
Reinhold   Unkelbach 1977 - 1992
           
Franz   Stuckert 1993 - 2016

Schriftführer
            
A. Müller 1895 - 1898
            
?   Kirchgässner 1898 - 1901
            
Georg Vill 1901 - 1903
            
Justin Stuckert 1903
            
Jgnaz Berninger 1903 - 1929
            
Edmund Vill 1929 - 1952
            
Kurt Becker 1952 - 1967
            
Manfred Becker 1967 - 1972
            
Rudolf Balles 1972 - 1980
            
Joachim Freudl 1980 - 2011

Christian Ühlein 2011 - 2013
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